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Der letzte König - Ein Kunstmäzen
Die Herrschaft des letzten Königs der Adelsrepublik beider Nationen, Stanislaw August Poniatowski war voller Widersprüche. Einerseits war er ein gegenüber Russland sehr nachgiebiger Herrscher (durch russische Unterstützung wurde er zum König gewählt), der zusätzlich von der Czartoryscy-Sippe (der so genannten Familie) abhängig war. Andererseits erlebte das damalige Polen eine kulturelle Blütezeit. Damals erschienen die Geschichtsbände von Adam Naruszewicz (1733-96), Satiren und Romane von Bischof Ignacy Krasicki (1735-1801). Wojciech Boguslawski gründete das Nationaltheater und Warschau - seit Sigismund III. die Hauptstadt Polens - wurde zu einem Zentrum der Kunst (Palast und Lazienki-Park - Königliches Badehaus). Michal Oginski schrieb mit an der "Großen Französischen Enzyklopädie" von Diderot, die im Geiste der Aufklärung verfasst wurde. Die politischen Schriften jener Zeit (u. a. von Stanislaw Staszic und Hugon Kolataj) haben solche Ideen verbreitet, wie sie auch in Frankreich und England aufkamen. In der Zeit der Aufklärung wurde die Schulreform durchgeführt, welche das 1773 gegründete moderne Bildungsministerium überwachte.
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