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Der polnische Edison
Eine herausragende Erfinderpersönlichkeit war Jan Szczepanik (1872-1926),
Begründer hunderter Patente und verantwortlich für über 50 Erfindungen, von
welchen viele (besonders in Film, Fotografie und Fernsehen) bis heute verwendet
werden. Einige Ideen dieses polnischen Genies hatten Auswirkung auf die Entwicklung
des Fernsehers, wie z. B. das Telektroskop (ein Apparat, der das Reproduzieren
von Bild und Ton in einiger Entfernung ermöglicht) oder die drahtlose Telegrafie,
die die Telekommunikation wesentlich vorangebracht hat.
Der heute kaum noch bekannte Szczepanik wurde einst von Königen ausgezeichnet.
Der spanische Monarch Alfons XIII. verlieh ihm einen Orden für die Entwicklung
kugelsicheren Gewebes; Franz Josef I. befreite ihn von der Wehrpflicht und schenkte
ihm aus Begeisterung für seinen Fotoskulptor (ein Gerät zum Kopieren von Skulpturen)
zum Andenken einige Pistolen.
Szczepanik experimentierte vor dem Ersten Weltkrieg mit Fotografie, Bildprojektion
und Kleinbildfarbfilmen. Er patentierte ein neues Webeverfahren zur Herstellung
von dreifarbigen Fotorastern, ein Tonaufzeichnungs- und ein Wiedergabegerät.
Nach seinem Projekt stellte das Unternehmen AGFA die Filme "Agfacolor"
und Farbfilme her, wobei erstmals 24 Bilder pro Sekunde belichtet werden konnten.
Weitere Erfindungen: ein Kolormeter für Farbkontrollen, ein Elektrogewehr und
ein Verfahren zur automatisierten Produktion von Farbbildern. Das polnische
Genie arbeitete auch an einem Flugzeug mit beweglichen Flügeln, einem Hubschrauber
mit doppeltem Tragschraubesystem, einem Luftschiff (noch vor Ferdinand von Zeppelin)
und einem U-Boot.
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