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Kriegsrecht
Angesichts der Wirtschaftskrise und der wachsenden Bedeutung der Gewerkschaft „Solidarno¶æ“ hatte sich Staats- und Parteichef General Wojciech Jaruzelski unter dem Druck der UdSSR für eine gewaltsame Lösung entschieden. Am 13. Dezember 1981 verhängte er über die Volksrepublik Polen das Kriegsrecht. Mehrere Tausend Oppositionelle kamen ins Gefängnis, die Streiks wurden mit Hilfe der Armee niedergeschlagen. Am 16. Dezember 1981 haben staatliche Sicherheitskräfte am Bergwerk „Wujek“ neun Bergleute erschossen. Viele Oppositionelle, die im Untergrund agierten, wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, andere zur Ausreise gezwungen. Das offiziell im Juli 1983 beendete Kriegsrecht hat Polens Probleme nicht gelöst. Die Wirtschaft steckte weiterhin in der Krise und der gesellschaftliche Widerstand gegen die Nomenklatura hielt an. Er wurde sogar noch durch die Pilgerfahrten von Papst Johannes Paul II. 1983 und 1987 und durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an den Vorsitzenden der Gewerkschaft „Solidarnosc“, Lech Walesa, gestärkt. Die Struktur der "Solidarnosc" wurde beträchtlich geschwächt. Man schüchterte viele Menschen ein. Trotzdem waren sie unter der Führung Walesas weiter illegal tätig. Damals erschienen im Untergrund regelmäßig einige hundert Zeitschriften und Flugblätter. Diese Tätigkeiten fanden große Unterstützung durch die Kirche, die eine starke gesellschaftliche Stellung einnahm. Übrigens hatten sich der Umfang der Repressalien und die Aktivitäten der Opposition gemäßigt.
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