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Esperanto - eine universelle Sprache

Die Länderübergreifende Sprache Esperanto wurde von Dr. Ludwik Zamenhof (1859-1917), einem polnischer Arzt aus Bia³ystok, erfunden. Sensibel für die Spannungen zwischen den in seiner Heimatstadt lebenden polnischen, jüdischen, russischen und deutschen Bevölkerungsgruppen beschloss er, eine neue Sprache zu entwickeln und ihre Regeln niederzuschreiben, damit sich die Menschen besser verständigen könnten und sich gegenseitig schätzen lernten. Am 26. Juli 1887 veröffentlichte er in Warschau unter dem Pseudonym Dr. Esperanto das erste Esperanto-Lehrbuch Lingvo Internacia. Das kleinformatige, in russisch geschriebene Büchlein war das Ergebnis seiner 15-jährigen Arbeit an der Entwicklung einer internationalen Sprache. Da er davon ausging, dass die Sprache gemeinsames Eigentum aller Völker werden würde, verzichtete Ludwik Zamenhof auf die Urheberrechte an seinem Werk.

Esperanto fand schnell Anhänger, insbesondere in Frankreich und Deutschland. Es wurden Esperantoverbände und -klubs gegründet. Man übersetzte die Werke bekannter Schriftsteller und Dichter. Im Jahre 1889 erschien La Esperantistto, die erste Zeitschrift, die in dieser universellen Sprache verfasst wurde. Fünf Jahre später brachte Ludwik Zamenhof das erste Wörterbuch Universala Vortaro heraus sowie Fundamento de Esperanto - Grundlagen des Esperanto, mit einem grammatischen Teil und einem Wörterbuch. 1905 besuchten 700 Anhänger den ersten Esperanto-Weltkongress, wobei Ludwik Zamenhof mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet wurde. Auf Initiative des Schweizers Hector Hodler entstand 1908 der Weltesperantobund Universala Esperanto-Asocio.

Zamenhofs Sprache hat heute Anhänger in vielen Ländern. Ins Esperanto sind viele große literarische Werke übersetzt worden. Der Weltesperantobund (UEA) sitzt in Rotterdam (Niederlande) und hat eine Filiale in New York, in der Nähe der Vereinten Nationen.


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